Naturschutz an der Aller: Sorgen und Hoffnungen

09.11.2015

Die aufgrund von Vorgaben von EU und Land Niedersachsen vom Landkreis Verden angestrebte weitergehende Unterschutzstellung der Allerniederung soll nach Ansicht der Dörverdener CDU-Ratsfraktion auch in den gemeindlichen Gremien behandelt werden. Fraktionsvorsitzender Adrian Mohr wird darüber kurzfristig mit Bürgermeister Alexander von Seggern sprechen. Insgesamt sind nach Informationen der Kreisverwaltung rund 2.000 Hektar Fläche betroffen, knapp die Hälfte als Naturschutzgebiet mit besonders strengen Auflagen. Erhebliche Flächen liegen auch in der Gemeinde Dörverden.
“Der Naturschutz in der Wümmeniederung hat vorbildlich geklappt, auch das Zusammenwirken von Naturschutzbehörden mit Flächeneigentümern und Pächtern war gut. Dazu muss man auch sagen, dass viele Millionen Euro in dieses Naturschutzprojekt geflossen sind. Es ist wichtig, dass auch die Grundeigentümer entlang der Aller angemessen entschädigt werden. Der Flächenwettbewerb wird dadurch natürlich weiter verschärft, das macht uns schon Sorgen, vor allem mit Blick auf hiesige Milchbetriebe” so Adrian Mohr.
In der CDU-Fraktion gibt es nach der Berichterstattung in der Verdener Aller-Zeitung vom 5. November “erhebliche Sorgen”, was eine mögliche weitere verkehrliche Erschließung über die Aller angeht: “Egal, ob man derzeit einen weiteren Allerübergang will oder diesen für unrealistisch oder unnötig hält: wir sollten nicht für alle Zeit alle Möglichkeiten killen. Deshalb sollte, wie neben der Nordbrücke in Verden für deren Ersatzneubau, auch auf beiden Seiten neben der Eisenbahnbrücke ein Streifen von je 30 Metern nicht unter Naturschutz gestellt werden” fordert die CDU.

Was an einer Brücke gehe, sollte auch an einer anderen Stelle machbar sein. Naturschutz, die Entwicklung der Region und Perspektiven für die Menschen gingen nur gemeinsam, findet die CDU-Ratsfraktion aus Dörverden.

Grundsätzlich sieht die CDU das Vorhaben positiv: “Wir haben da aus Dörverdener Sicht einige Sorgen und einige Hoffnungen. Das müssen wir auf Gemeindeebene formulieren und ins Verfahren einbringen” erläutert Mohr abschließend.