Klare Aussagen vom CDU-Generalsekretär Marco Mohrmann

17.03.2023

Ein klares Bekenntnis zur Tierhaltung in Deutschland forderte CDU-Generalsekretär Marco Mohrmann von der Ampel und der Niedersächsischen Landesregierung bei seinem Besuch in der Gemeinde Dörverden. „Das Vertreiben der Tierhaltung ändert nichts am Tierwohl. Das Tier steht dann eben woanders“, sagte Mohrmann. Auf dem Milchviehhof der Familie Kraul thematisierte der Christdemokrat die aktuellen Bedenken der Landwirte mit Tierhaltung. Die Milchkühe auf dem Hof in Stedorf werden in der Stufe drei des Tierwohls gehalten, was der studierte Landwirtschaftsmeister Mohrmann als sehr guten Schritt in die richtige Richtung bewertete. Damit sei schon ein realistisches Niveau erreicht, weil insgesamt betrachtet nur zwei Prozent der Milchviehhaltung in den hohen Stufen drei und vier angesiedelt seien. Die höheren Kosten bei noch mehr Tierwohl sorgten anschließend für große Probleme beim Absatz der produzierten Lebensmittel.
Die Hofeigentümer Hannes Kraul und Helmut Kraul informierten folglich weiteren Gäste auf dem Hof über die diversen Vorschriften, für eine noch höhere Stufe des Tierwohls. Außerdem gaben sie einen interessanten Einblick in die Automatisierung in der Landwirtschaft beispielsweise durch die beiden Melkroboter. 
Genau pünktlich zum Besuch des landwirtschaftlichen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion in der Kälberabteilung kalbte dann eine Kuh, wodurch der gastgebende Landwirt Hannes Kraul kurz anderweitig gebunden war und dem prominenten Gast im Anschluss wieder Rede und Antwort stand.
Bei der anschließenden Diskussion der CDU unter Leitung der Vorsitzenden Karin Mohr und des Stellvertreters Jonas Kraul mit vielen Landwirten in Diensthop ging Mohrmann auf die Ergebnisse der Borchert-Kommission zur Tierhaltung ein, weil diese im Sinne des Tierwohls dringend von den nun Verantwortlichen im Bund und Land umgesetzt werden sollen. „Die Bürger kaufen das teure Fleisch im Supermarkt nicht ein“, beschrieb er den aktuellen Absatz von Lebensmitteln aus der Produktion hohen Tierwohls. „In den letzten 25 Jahren hat sich die Anzahl der Tierhaltung de facto halbiert in Deutschland. Dieser Trend muss gestoppt werden, weil die Tierhaltung ein großer Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum ist; auch hier in der Gemeinde Dörverden“, forderte der Rotenburger. Dazu brauche die Tierhaltung keine weiteren Verbote sondern eine Perspektive und Verlässlichkeit der Rahmenbedingungen. 
Zum Thema Wolf trat Mohrmann für die Bejagung des Raubtieres ein, weil der Bestand in Niedersachsen schon deutlich größer als in Norwegen und Schweden zusammen sei. „Der günstige Erhaltungszustand ist längst erreicht. Es liegt am Umweltbundesministerium, dies endlich zu bestätigen“, machte er deutlich. 
Aus der lebhaften Diskussion mit den vielen Landwirten aus der Gemeinde nahm Mohrmann viele Anregungen mit in die Landeshauptstadt, weil beispielsweise viel die Herausforderungen der Biolandwirtschaft zur Sprache kam.