Diensthop – Um ihren Mitgliedern und Interessierten eine Möglichkeit zu bieten, sich direkt über aktuelle Gemeindepolitik zu informieren, führte der CDU-Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Adrian Mohr beim 14. Kaminabend der CDU im Gasthaus Waidmannsheil in Diensthop ein Interview mit Bürgermeister Alexander von Seggern. Der beantwortete nach 100 Tagen der Schonfrist offen die Fragen von Mohr und später die der Teilnehmer.
Von Seggern hielt einen kleinen Vortrag über seine Tätigkeiten in den ersten 100 Tagen im Amt und über die Maßnahmen, die er bereits umgesetzt hat beziehungsweise noch mittel- und langfristig auf den Weg bringen will.
In seiner ersten Bilanz sprach er bereits von einem kleinen spürbaren Erfolg, den er für sich verbuchen könne. Das sei der erfolgreiche Beginn einer transparenten Kommunikation mit den Menschen in der Gemeinde, mit den politischen Mandatsträgern und mit den Beschäftigten in der Gemeindeverwaltung. „Das Vertrauen gegenüber der Kommunalverwaltung muss wachsen – hier bin ich meiner Einschätzung nach auf dem richtigen Weg“, so von Seggern. In diesem Zusammenhang ging er auf den geplanten Solarpark im Gewerbegebiet Stedebergen ein.
Er zeigte anschließend einige weitere Projekte auf, in die er seit Beginn seiner Amtszeit eingebunden ist. So mussten Entscheidungen zur Entwicklung der gewerblichen Bauflächen Barme getroffen werden. Auch die Arbeit mit den Feuerwehren, die eine besondere inhaltliche Herausforderung sei, die schulische Lage, die Gespräche mit den Einrichtungsleitungen, aber auch zum Beispiel mit dem Gemeindeelternrat und als weiteres Handlungsfeld die aktuelle Situation der Flüchtlinge hätten ihn in den vergangenen Wochen beschäftigt.
„Ich bin angekommen, ich bin da, und das merken die Menschen, so habe ich den Eindruck. Und es bereitet mir weiterhin große Freude, als Bürgermeister für meine Heimatgemeinde tätig sein zu dürfen“, so von Seggern abschließend.
Durch den ausführlichen Vortrag waren schon viele Fragen der Anwesenden beantwortet, so dass Mohr die Zeit blieb, die Themen Kindergärten, Schule und Bauen in der Gemeinde nochmals aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen. Bei den Kindergärten schwebe von Seggern ein Baukastensystem vor, das es in den kommenden Monaten zu entwickeln gelte. Mohr machte in Zusammenhang mit der aktuellen Schuldiskussion deutlich, dass er einer integrierten Südkreis-Gesamtschule mit Langwedel, Kirchlinteln und Dörverden eine klare Absage erteilt. Bei der baulichen Entwicklung setze der Bürgermeister vorrangig auf Modelle der Innenraumverdichtung, stellte aber klar, dass weiterhin ausreichend Plätze in Baugebieten vorgehalten werden müssen. Medizinische Versorgung und Flüchtlinge waren später noch Diskussionsthemen.
Das Ziel des Kaminabends, sich in einem Austausch direkt über aktuelle Gemeindepolitik zu informieren, wurde aus Mohrs Sicht erreicht. Zum Abschluss übergab der Landtagsabgeordnete dem neuen Verwaltungschef noch ein Buch mit dem Titel „Ich kann Bürgermeister“, was aus seiner Sicht ganz sicher auf Alexander von Seggern zutrifft.

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