In Eilte in der Samtgemeinde Ahlden wurde vor rund 30 Jahren als Ersatz einer früheren Fährverbindung eine lastbeschränkte Allerbrücke gebaut. Mit Blick auf den aktuellen Ersatz-Neubau der Bahnbrücke über die Aller bei Wahnebergen haben sich jetzt Kommunalpolitiker aus Verden und Dörverden die Brücke in Eilte angesehen und sich vor Ort vom früheren Samtgemeinde-Bürgermeister Günter Drewes und dem dortigen Bürgermeisterbewerber Carsten Niemann über Planung, Bau und Nutzung der Brücke informieren lassen. Neben dem CDU-Landtagsabgeordneten Adrian Mohr aus Dörverden und dem neuen Vorsitzenden der CDU-Stadtratsfraktion Verden, Jens Richter, war auch der Dörverdener Bürgermeisterkandidat Alexander von Seggern (parteilos) dabei: “Für Verkehrsteilnehmer aus den Allerortschaften der Gemeinde Dörverden und für Berufspendler wäre eine weitere Allerbrücke eine gute Sache” findet von Seggern.
Auch Verden würde “enorm profitieren” erläutert Adrian Mohr MdL, wenn der in Hauptverkehrszeiten überlastete Nordertorkreisel und die vorhandenen Allerbrücken durch einen weiteren Allerübergang entlastet würden. “Gerade in den Stoßzeiten würde das zwischen Hönisch und Eitze bzw. Dauelsen eine spürbare Entlastung bringen” so Jens Richter, der zu den Kosten anmerkt: “Dass so ein Brückenbau damals für umgerechnet 650.000 € möglich war, ist beeindruckend. Das würde heute wohl gerade die Planungskosten abdecken.”
Verwaltungsexperte Alexander von Seggern und seinen Mitstreitern ist bewusst, “dass heute viele planerische, finanzielle und umweltrechtliche Hürden bestehen, die in Eilte 1975 so noch keine Rolle spielten”. Dies sei auch begründet, “denn Nachhaltigkeit, sowohl in finanzieller als auch in ökologischer Hinsicht ist wichtig”. Dies dürfe aber sinnvolle Projekte nicht von vornherein ausschließen. Daher wollen sich die CDU-Fraktionsvorsitzenden aus Dörverden und Verden und der parteilose Dörverdener Bürgermeisterkandidat auf den Weg machen, um das Thema “positiv zu diskutieren”.
“Urheberrechte” an der Idee werden aber nicht angemeldet: “Vor Jahren kam ein ähnlicher Vorschlag der Verdener FDP. Das greifen wir gerne auf” erläutert Jens Richter.
Die umfangreichen Bauarbeiten an der Bahnbrücke nebst bis zu 20 Meter breiter Baustraße und leicht veränderter Brückenführung belegten, “dass ein Anlauf für eine Straßenanbindung nicht von Anfang an mit billigen Argumenten weggeschossen werden kann” so Jens Richter, der die Diskussion über die überörtliche Straßenanbindung Verdens seit 20 Jahren aufmerksam verfolgt. Nächster Schritt soll – Ende April 2014 – eine öffentliche Veranstaltung mit Experten sein, um mit diesen Fachleuten zu erörtern, ob eine realistische Möglichkeit besteht, auf Sicht eine Allerbrücke neben der Bahnbrücke zu realisieren.



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