CDU dankt ausscheidenden Ratsmitgliedern

27.10.2011

Im Zuge der letzten Ratssitzung wurden die ausscheidenden Ratsmitglieder durch Bürgermeisterin Karin Meyer und durch den Ratsvorsitzenden Hans Hermann geehrt. Gleich 12 Ratsmitglieder werden dem neuen Gemeinderat nicht mehr angehören (Siehe auch Bericht ‚Verdener-Aller-Zeitung‘ vom 27.10.2011).

CDU-Sprecher Adrian Mohr: „Das ist eine Zäsur für den Rat. Addiert 152 Jahre Ratserfahrung hören auf. Die Gemeinde hat den ausscheidenden ehrenamtlichen Ratskollegen viel zu verdanken!" Dieser Dank gilt nicht nur den eigenen Fraktionsfreunden, die aufhören, sondern besonders auch für Karl Thies (UWDuD) und Heiner Falldorf (SPD), die in verschiedenen Funktionen die Kommunalpolitik in der Gemeinde Dörverden über Jahrzehnte geprägt haben.

Seit 2001 war Ralf Schulze (Jahrgang 1974) aus Westen für die CDU im Rat. Bei der Gemeindewahl 2011 stand er nicht wieder auf dem Wahlzettel. Vielleicht kein Abschied für immer …: nach einer Pause für Beruf und Familie kann sich Ralf Schulze vorstellen, in einigen Jahren wieder aktiv zu werden. Die CDU wird dem sympathischen und bodenständigen Landwirt die Tür gern offen halten. Einfach ein feiner Kerl!

Bereits mit 19 Jahren wurde Falk-Rembert von Eickstedt im September 1996 in den Gemeinderat gewählt. Jünger war zum Zeitpunkt der ersten Wahl in den Rat bislang niemand in Dörverden. Bei den Kommunalwahlen 2001 und 2006 konnte er jeweils wieder ein Mandat im Rat erreichen. Bei der Wahl am 11. September 2011 verfehlte der promovierte Jurist aus Barme knapp den Wiedereinzug in den Rat. Auf der CDU-Liste ist Falk-Rembert von Eickstedt nun der erste Nachrücker.

Die CDU wird Dr. von Eickstedt nun als beratendes Mitglied für den Bau- und Planungsausschuss benennen. In diesem Ausschuss fungierte er für die CDU in den letzten Jahren als Fachsprecher, während Dieter Kerwat aus Barnstedt den Vorsitz des Bauausschusses inne hatte. Wie von Eickstedt kam auch Kerwat 1996 erstmals in den Rat. Nach 15 Jahren im Gemeinderat ist nun Schluss: Der 60jährige verzichtete auf eine erneute Ratskandidatur. Nicht zuletzt, weil vor Ort mit Carsten Meyer aus Nocke ein guter Nachfolger gefunden wurde, der gleich direkt in den Rat gewählt wurde.

Stolze 25 Jahre gehörte Ilse Schnabel aus Hülsen dem Gemeinderat an. Für dieses seltene Jubiläum konnte ihr der Ratsvorsitzende Hans Hermann bei ihrer letzten „aktiven" Ratssitzung eine Urkunde des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) überreichen. Ein schöner Abschluss ihrer ehrenamtlichen Ratsarbeit.

Ilse geht – Volker kommt: Der Name Schnabel bleibt weiter im Gemeinderat vertreten. Ihr Sohn Volker Schnabel wurde mit einem guten persönlichen Stimmergebnis im September 2011 in den Rat gewählt. Volker Schnabel möchte das ehrenamtliche Engagement fortführen und sich dabei, wie seine Mutter, besonders um die Belange der Ortschaft Hülsen kümmern.

Zur letzten Ratssitzung der 8. Wahlperiode ist anzumerken, dass die Verabschiedung insbesondere Heiner Falldorfs durch die Bürgermeisterin nicht angemessen war. Falldorf hat 39 Jahre lang die Kommunalpolitik der Gemeinde Dörverden wie kein Zweiter geprägt. Ihn dann – wie Karin Meyer – mit sechs vorgelesenen Jahreszahlen, davon zwei offenbar fehlerhaft, sowie einem freundlichen Hinweis, dass man es ja oft nicht leicht miteinander hatte in drei Minuten abzuspeisen, ist unwürdig. Offenkundig mangelte es an einer angemessenen Vorbereitung … kein Zitat, kein besonderes Präsent, kein angemessener Blick auf die wichtigsten Stationen oder Erfolge. Natürlich ist das Verhältnis der SPD-Bürgermeisterin zum scheidenden SPD-Fraktionsvorsitzenden massiv belastet: Oft genug hat Falldorf die Bürgermeisterin bei schwierigen Entscheidungen nicht unterstützt. Das muss man auch nicht verschweigen in einem Resümee. Es sollte aber nicht das Einzige inhaltliche sein, was einem einfällt!  Dagegen war das Verlesen der Urkunde des Städte- und Gemeindebundes durch Hans Hermann geradezu ein Festakt.

Die CDU und Heiner Falldorf haben sich oft behakt, mitunter auch regelrecht bekämpft. In den letzten 24 Monaten wurde dies anders – Meinungsunterschiede blieben zwar häufig, doch der Umgang in Rat und Presse wurde sachlicher und moderater. Zum Abschluss dieser für Dörverden  einmaligen kommunalpolitischen Laufbahn wäre ein stilvoller Abschied angebracht gewesen. Diese gedruckste Verabschiedung war eher peinlich! Nun denn, Heiner Falldorf trug es mit Fassung und mit einem Lächeln. Was man auch immer über die Jahre kritisieren mochte: das war klug.