Die CDU Dörverden legt sich nicht weiter auf eine Trassenführung zwischen Wahnebergen und Verden-Ost für einen möglichen weiteren Allerübergang fest. Stattdessen wird eine “ergebnisoffene Prüfung” favorisiert. Das ist ein Hauptergebnis der öffentlichen Info- und Diskussionsveranstaltung, welche die CDU Dörverden letzte Woche zusammen mit der CDU Verden in der “Pfeffermühle” in Dörverden durchführte.
Nachdem Adrian Mohr MdL zunächst über die Resultate der Bürgerumfrage der CDU in der Gemeinde berichtete, schilderte er den darauf aufbauenden aktuellen Antrag der CDU-Ratsfraktion Dörverden: “Die Erkenntnisse und Hinweise aus der Umfrage sind so vielseitig, dass wir daraus nicht einfach einen Antrag mit einem Punkt pro Allerübergang machen konnten. Wir haben viele Anregungen aufgenommen und setzen uns mit Nachdruck für kurzfristige Verbesserungen des Verkehrsflusses im Südkreis und in der Kreisstadt Verden ein. Die Forderung eines weiteren Allerübergangs wird laut Umfrage von über 90 % der Mitbürger in der Gemeinde Dörverden unterstützt. Auch wenn es hier sicher keine kurzfristige Lösung gibt, wollen und müssen wir jetzt an dem Thema dranbleiben” so Adrian Mohr.
Die Verdener CDU-Vertreter Jörn Gehrmann, Frank Medenwald und Jürgen Moje berichteten über den Sachstand im Verdener Stadtrat: “Die Wende der Verdener SPD-Fraktion bietet die Chance, nun über Partei- und Gemeindegrenzen hinweg voranzukommen.” Deshalb streben die CDU Verden und die CDU Dörverden einvernehmlich eine baldige Machbarkeitsstudie an, die von beiden Kommunen sowie bestenfalls auch von der heimischen Wirtschaft bezahlt werden soll. Diese Studie solle “positiv an die Sache rangehen” und noch 2015 in Auftrag gegeben werden. Dabei will man sich nicht mehr von vornherein auf eine Trasse festlegen. Die Dörverdener CDU-Fraktion wird ihren Antrag nachbessern, denn darin steht noch ausschließlich die Trassenführung zwischen Wahnebergen neben der Eisenbahnbrücke entlang bis nach Verden-Ost: “Eine ergebnisoffene Suche nach der besten Trasse ist der bessere Weg, wobei die von uns favorisierte Streckenführung weiter im Topf ist und konstruktiv untersucht werden muss” unterstreicht Stefan Bormann, Vorsitzender der CDU Dörverden. Ohne Alternativen zu planen sei nicht ratsam, hatten auch anwesende Bürger und Vertreter der CDU Verden eingewandt.
Die kritische neue Mitteilungsvorlage der Kreisverwaltung zum möglichen Allerübergang erntet bei der CDU offene Ablehnung: “Es ist schade, dass stets alle denkbaren Gegenargumente und Probleme bemüht werden, anstatt das Thema mal konstruktiv und positiv anzugehen” bemängelt Adrian Mohr. Dass in der neuen Vorlage nochmals auf die Ergebnisse des “fehlerhaften und unbrauchbaren Verkehrsgutachtens von Anfang des Jahres gebaut wird, ist schwach. Selbst die Verdener SPD hat mit ihrer neuen Position gezeigt, dass auch aus Verdener Sicht jenes Gutachten keine belastbaren Ergebnisse liefert.” Auf seine mehrseitige und differenzierte inhaltliche Kritik am Verkehrsgutachten hatte MdL Mohr vom Landrat nicht einmal eine Antwort bekommen.
Die CDU-Ratsfraktion wird nun ihren Antrag überarbeiten. Der Antrag war im zuständigen Ratsausschuss in Dörverden schon beraten worden, wurde dann aber auf Vorschlag der CDU zunächst vertagt. Die CDU strebt Gespräche mit der SPD und der UWDuD an, um möglichst eine Mehrheit in Dörverden im Rat hinzukriegen: “Eine große Mehrheit in unserer Gemeinde wünscht eine schnelle Verbesserung des Verkehrsflusses und ist perspektivisch klar für einen weiteren Allerübergang. Das muss der Rat aufgreifen und vorantreiben” so Adrian Mohr. Auch für die Verdener CDU-Vertreter und die anwesenden Bürger aus Verden und Dörverden war es ein interessanter Austausch. Das bündeln der Kräfte habe sich als richtig und produktiv erwiesen, so die beiden CDU-Vorsitzenden Jörn Gehrmann und Stefan Bormann.



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