Schon jetzt müssen die Einwohner der Gemeinde Dörverden mit 2,88 Euro je Kubikmeter die höchste Anwassergebühr im Kreis Verden zahlen. Der zur September-Sitzung des Bau- und Planungsausschusses überarbeitete Vorschlag von Bürgermeisterin Meyer (SPD) zur Gebührenanpassung würde eine Anhebung um 42 Cent auf dann 3,30 Euro (+14,5 %) je cbm bedeuten.
Aufgrund der Unterdeckung der gemeindlichen Abwasserbeseitigung ist die bisherige Gebühr nicht mehr kostendeckend. Eine Neukalkulation mit der Folge einer Gebührenerhöhung dürfte unausweichlich sein. Die Frage ist aber, welche Größenordnung die Mehrbelastung haben wird. Die CDU hat in den Beratungen unterstrichen, dass sie eine Gebühr oberhalb der 3-Euro-Marke nicht mittragen kann.
Der Vorschlag der Verwaltungsvorlage sprengt nach Ansicht des CDU-Fraktionssprechers Adrian Mohr den Rahmen und ist nicht mehr zu rechtfertigen: „Wir leisten uns als kleine Gemeinde eine zu große Kläranlage – mit inzwischen fast 24 % Überkapazität. Tendenz steigend. Wie soll das weitergehen? "
Angesichts der demografischen Entwicklung und eher rückläufiger Wasserverbrauchswerte in Firmen und Privathaushalten ist ein Anstieg der Gebühren auf 4 Euro je cbm in den nächsten Jahren absehbar.
Zum Vergleich: in der ländlichen Nachbargemeinde Kirchlinteln beträgt die Gebühr 2,20 Euro, in der Samtgemeinde Thedinghausen 2,25 Euro. Der Hinweis von Karin Meyer (SPD), die Erhöhung würde ja nur 17,20 Euro je Person im Jahr ausmachen, ist daher nur die halbe Wahrheit. Fakt ist, dass eine vierköpfige Familie in Dörverden künftig 120 Euro im Jahr mehr für die gleiche Abwassermenge zahlen soll als in Kirchlinteln, Thedinghausen oder in Verden. Das ist in dieser Größenordnung für die CDU nicht akzeptabel.
Andere Ansätze gibt es, aber dazu kommen von der Bürgermeisterin keine Initiativen oder gar konkrete Vorschläge. Seit 2006 ist hier wenig passiert. Die anstehende Gebührenerhöhung ist teilweise auch ein Ergebnis mangelnder Gestaltungs- und Innovationskraft im Rathaus.
Die CDU unterstreicht, dass bei allen denkbaren Zukunftsmodellen die Arbeitsplatzsicherheit der im Bereich der Abwasserbeseitigung beschäftigten Mitarbeiter auf Dauer gewährleistet sein muss.

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