Für die „Kinderarche", die Nachmittagsbetreuung für rund 20 Grundschulkinder im Bereich Westen-Hülsen anbietet, läuft Ende dieses Jahres die befristete Landesförderung aus. Während in Thedinghausen und Langwedel, wo es auch Kinderbetreuungs-Angebote des Vereins „Kinderarche e.V." gibt, die gemeindlichen Gremien bereits seit Monaten über die Folgen des absehbaren Wegfalls der Personalkostenförderung beraten, gibt es Dörverden bis zum 7. Dezember nicht mal eine Verwaltungsvorlage. „Leider wurden uns bislang keine umfassenden Informationen vorgelegt. Eine Sitzung des Fachausschusses fand auch noch nicht statt. Eine Kalkulation der Kinderarche für das kommende Jahr wurde den Ratsmitgliedern nicht zeitnah weitergereicht" bemängelt JSSK-Mitglied Hans Hermann aus Dörverden.
Trotz dieser ungenügenden Vorbereitung soll nun bereits am Montag kommender Woche der VA in Dörverden – ohne jede Vorberatung im zuständigen Jugend- und Sozialausschuss – über die Erhöhung des Gemeinde-Zuschusses an die Kinderarche entscheiden. Deren Geschäftsführerin Ute Nelle aus Etelsen, soll bei der VA-Sitzung anwesend sein, um Fragen zu beantworten. Aber was nutzt das, wenn die Ratsfraktionen im Vorfeld keinerlei brauchbare Informationen und Zahlen für 2010 und 2011 vorgelegt bekommen haben.
In welcher Höhe 2010 zur Finanzierung der Kinderarche Spenden geflossen sind, ist den Ratsmitgliedern bisher ebenfalls nicht mitgeteilt worden. Eine angemessene Vorberatung in den Fraktionen kann so nicht stattfinden. Wahrscheinlich ist dies auch so gewollt.
CDU-Sprecher Adrian Mohr: „Anders als in den betroffenen Nachbargemeinden wurde in Dörverden auf eine rechtzeitige Beratung in den gemeindlichen Gremien offenbar bewusst verzichtet, um den Druck auf die Ratsmitglieder zu erhöhen, denn der 31.12. ist schon in drei Wochen und dann läuft die bisherige Förderung ab. Diese zeitliche Enge hat aber der Rat nicht zu verantworten, sondern allein die Bürgermeisterin, die über Wochen ihr vorliegende Informationen nicht an die Ratsmitglieder weitergegeben hat. In Thedinghausen hat es doch auch geklappt, die Gremien zu informieren und zeitnah zu beteiligen. Wir in Dörverden sollen nun stattdessen kurz vor Toreschluss den Feuerlöscher spielen, um die Löcher bei der Arche zu stopfen, über deren Höhe wir bis heute nicht genau informiert sind!" beschwert sich Adrian Mohr über die Intransparenz, „die wir letztlich von Anfang an bei diesem Projekt fraktionsübergreifend immer wieder bemängeln mussten!"



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