Allerniederung: CDU-Antrag für Korridor pro Allerübergang im Rat abgelehnt

25.06.2016

Auf über 1.800 Hektar Fläche soll die Allerniederung im Landkreis Verden – von der Kreisgrenze bis zur Mündung in die Weser – unter Schutz gestellt werden. Die aktuellen Pläne der Kreisverwaltung sehen sowohl Landschafts- als auch Naturschutzgebiete vor (LSG und NSG) und grenzen Menschen, Familien, Hundehalter an zu vielen Stellen aus. Die Gemeinde Dörverden gibt zu diesen Plänen eine Stellungnahme ab, um Interessen aus unserer Gemeinde einzubringen. Das begrüßt die CDU. Zur Stellungnahme hat die CDU zwei Änderungsanträge gestellt – einer wurde vom Rat angenommen, einer mehrheitlich abgelehnt.

Im Bereich des Wochenendhausgebiets in Hülsen an der Aller sollen weitere Flächen ausgenommen werden, um den freien Zugang zur Aller für die Wochenend-Grundstücke weiter zu gewährleisten. Diese Anregung aus der Ortschaft hat die CDU aufgenommen. Unser Antrag, den Volker Schnabel im Rat gut begründete, wurde im Gemeinderat einstimmig angenommen.

Unser Antrag einen Korridor von 50 m Breite für einen möglichen weiteren Allerübergang neben der Eisenbahnbrücke bei Wahnebergen freizuhalten und somit nicht mit unter Schutz zu stellen, wurde dagegen abgelehnt. Es geht um einen Streifen von 2 Hektar bei einer Gesamtschutzfläche von ca. 1.800 Hektar. Die CDU ist bereit, sich in allen gemeindlichen und Kreis-Planungsprozessen aktiv für einen künftigen Allerübergang einzusetzen. Leider sind wir die einzige Fraktion im Rat, die hier Flagge zeigt. Dabei muss klar sein: Mit unserer Stellungnahme an den Landkreis hätten wir aus Dörverden die Ernsthaftigkeit unserer Absicht unterstreichen können. Später aufwändig einen Korridor „rauszuplanen" ist schwieriger, als im Rahmen der Abwägung einen kleinen Streifen neben der Eisenbahntrasse (= Vorbelastung) nicht mit unter Schutz zu stellen. Die naturschutzfachlichen Wertigkeiten im Nahbereich der Eisenbahnbrücke sind nicht sehr hoch. Das sieht man daran, dass die Deutsche Bahn für den Neubau der Eisenbahnbrücke über Wätern und Aller nicht einmal eine Ausnahmegenehmigung nach Bundesnaturschutzgesetz brauchte.

Ob der Kreis die Dörverdener Stellungnahme aufnimmt und umsetzt oder unsere Anregungen nicht berücksichtigt, steht auf einem anderen Blatt. Die CDU wollte zum Zukunftsthema Allerübergang ein weiteres Ausrufezeichen setzen. Die Grünen sind generell gegen weitere Straßen und Brücken. Leider sind es im Rat SPD und UWDuD gewesen, die nachdem wir bei der Abstimmung zur gemeindlichen Stellungnahme zum neuen „Regionalen Raumordnungsprogramm" RROP noch gemeinsam pro Allerübergang abgestimmt haben, jetzt gegen unserern Antrag stimmten. Halbherziger Einsatz reicht aber nicht! Man kann DAGEGEN sein, wie die Grünen. Man kann DAFÜR sein und das Thema engagiert voranbringen, wie die CDU. Was aber SPD und UWDuD beim Thema Allerübergang und Verkehrsinfrastruktur im Rat für eine Linie verfolgen, bleibt unklar. Die UWDuD hat sich im Rat nicht einmal dazu geäußert.

Dass auch der Bürgermeister gegen unseren Antrag gestimmt hat, ist ebenfalls enttäuschend. Wer politisch gestalten will, muss auch gegen Widerstände im Interesse unserer Gemeinde am Ball bleiben. Die CDU ist somit die einzige politische Kraft in unserer Gemeinde, die mit Elan, mit Anträgen und mit Hartnäckigkeit am Thema dran bleibt!